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Sexualpädagogische Workshops für Jugendliche von Studierenden

achtung˚liebe ist ein sexualpädagogisches Projekt der Austrian Medical Students Association mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Wir bieten Workshops für Schulklassen und betreute Einrichtungen in ganz Österreich an. Die Workshops werden von ausgebildeten Post Peer Jugendsexualpädagog*innen geleitet. Das Besondere an achtung˚liebe: Wir sind nah an der Lebensrealität der Jugendlichen.

Fragen der Jugendlichen, auf die wir Antworten haben

Wie sage ich jemandem, dass ich verliebt bin?

Erstmal: Super schön. Verliebtsein ist etwas Tolles. Auch schön ist es, dass du es mit der Person teilen möchtest. Wenn man so etwas Persönliches und Intimes teilen will, ist das Wichtigste, dass man sich wohl fühlt. Am schönsten ist es wahrscheinlich, wenn ihr es unter vier Augen besprecht und irgendwo seid, wo ihr euch beide wohl fühlt. Natürlich kann es aber auch sein, dass es dir einfach so herausrutscht, dann ist das auch vollkommen okay. Aber hey, es ist auch völlig in Ordnung, wenn du dich im letzten Moment nicht traust. Du bestimmst die Bedingungen und du bestimmst das Tempo.

Bin ich bereit fürs Erste Mal?

Diese Frage stellen sich sehr viele und du bist definitiv nicht allein damit! Ob man bereit ist oder nicht kann jede und jeder für sich selbst entscheiden. Niemand sonst kann das für dich übernehmen. Um in sich hereinzuspüren, kann man das ,,bereit-sein‘‘ in drei Körperregionen einteilen. In Kopf, Herz und Intimbereich. In jedem einzelnen Bereich kann man bereit sein oder eben nicht. Vielleicht bist du nur im Kopf bereit, also willst es irgendwie machen, aber dein Herz und Körper spielen noch nicht so richtig mit. Vielleicht bist du verliebt (Kopf und Herz) aber der Körper spielt noch nicht mit. Du merkst, dass dein Körper noch nicht bereit ist, wenn er sich verspannt und dadurch zurückzieht. Das alles ist aber wie gesagt ein Beispiel. Vielleicht hast du auch noch keine Partnerin oder keinen Partner. Das ist aber auch garnicht schlimm, denn du wirst sicher jemanden finden, der genauso bereit ist wie du es bist! WICHTIG: Sprecht darüber! Nur weil du bereit bist, heißt das nicht, das dein*e Partner*in bereit ist. Wenn ihr euch noch nicht sicher seid, wartet vielleicht noch ein bisschen. Am schönsten ist das Erste Mal, wenn ihr euch wohl fühlt.

Holen sich Mädchen auch einen runter?

Ja, es gibt viele Mädchen die masturbieren. Das wird dann aber eher selten ,,runterholen‘‘ genannt. Masturbation ist eine tolle Art und Weise seinen Körper kennenzulernen. Aber nur weil man masturbieren kann, heißt das nicht, dass man es muss. Es gibt auch Jungs und Mädels die vielleicht einfach keine Lust darauf haben und es nicht machen. Das ist vollkommen okay.

Was mache ich, wenn ich die Pille vergessen habe?

Ah, eine sehr wichtige Frage! Erst einmal tief Luft holen. Keine Sorge, der Fakt, dass du dir Gedanken machst zeigt schon, dass du verantwortungsbewusst mit dem Thema umgehst. Es gibt viele verschiedene Arten von Pillen und es kommt auch auf den Moment im Monat an. Glücklicherweise steht immer im Beipackzettel was man tun kann, wenn man die Pille einmal vergessen sollte. Wenn ihr ihn weggeworfen habt könnt ihr den Beipackzettel aber auch oft online finden. Es ist möglich nach vergessener Pille schwanger zu werden. Wenn ihr trotzdem Sex haben wollt, verhütet definitiv zusätzlich mit beispielsweise einem Kondom. Bei spezifischeren Fragen und Problemen fragt bitte eure*n Gynäkolog*in oder bei Online Beratungsstellen wie zB der First Love Ambulance. Die können euch solche Fragen auch oft am Telefon beantworten!

Fragen dieser Art beschäftigen viele Jugendliche. Jedoch fehlt oft eine Anlaufstelle, wo diese Fragen beantwortet und besprochen werden können. achtung°liebe bietet deshalb sexualpädagogische Workshops an Schulen und Jugendzentren. Jugendlichen wird so die Möglichkeit gegeben in einem sicheren Rahmen die Themen rund um Liebe, Sex und Beziehung zu bearbeiten.

Post Peer-to-Peer Ansatz

Das Besondere des Projekts achtung°liebe ist der Post Peer-to-Peer Ansatz. Alle Mitglieder sind zu Jugendsexualpädagog*innen ausgebildete Studierende, die Aufklärung auf Augenhöhe betreiben. Aufgrund des Alters sind wir nah an der Lebensrealität der Schülerinnen. Da wir die Jugendlichen nur einmal sehen, fällt es Jugendlichen erfahrungsgemäß leichter uns Fragen zu stellen als Lehrer*innen von denen sie benotet werden.

Wir wollen die Jugendlichen in einem selbstbewussten Umgang mit ihrer ganz individuellen Sexualität bestärken. Aus diesem Grund liegt das Hauptaugenmerk unserer Arbeit darauf Mythen aufzudecken, die im Bezug zu gesellschaftlichen Normen, Körpern, Geschlechterrollen und Pornographie stehen. Wir handeln frei von religiösen, kulturellen und politischen Wertungen.